Praxis für Physiotherapie Walburga Kemper
Praxis für Physiotherapie Walburga Kemper

                                 30 Jahre für Ihre Gesundheit                Bildergalerie

     30 Jahre Praxis Kemper:      Wo Menschen unter anderem wieder laufen lernen

Noch sitzt J. Köhler auf einem

Hocker mitten auf einem Laufband.

Sein Körper ruht in einem Geschirr,

das an Bergsteigerausrüstung erin-

nert. Aber er wird auf keinen Berg

klettern. Der Mann, der nach einer

Operation auf den Rollstuhl ange-

wiesen war, lernt in der Physiothe-

rapiepraxis von Walburga Kemper

wieder gehen. Die Physiotherapeu-tinnen W. Kemper und C. Schmidt

ziehen ihn mit einem Seilzug in die 

Höhe. Der Hocker verschwindet, das Laufband rollt an – und der Patient bewegt die Beine.

Die Badenstedter Praxis schafft mit Erfahrung, Engagement und

Kompetenz etwas Besonderes:

Menschen mit inkompletter Quer-

schnittlähmung wieder ein Stück

Selbstständigkeit zurückgeben.

 

Inhaberin W. Kemper im Gespräch mit Patientin Heidi K.

  Entlastung durch Gurte: Dieser Patient lernt wieder laufen.

„Ohne die Physiotherapie hier würde ich nicht einmal stehen können“, sagt Köhler.

Die Badenstedterin Sabine K. hat ebenfalls eine Operation hinter sich. Eine Wucherung im Wirbelkanal führte zu einer Schädigung des Rückenmarks. Nach und nach fiel ihr das Gehen schwerer, eine OP wurde unvermeidlich; das war 2012. Auch sie war danach auf den Rollstuhl angewiesen. Seit 2013 trainierte sie zwei Mal wöchentlich in der Praxis Kemper. Frau K. kann in-zwischen längere Strecken selbständig laufen. Inkomplette Querschnittläh-mung bedeutet, dass durch Krankheit oder Unfall nicht alle Nervenbahnen so

wie das Rückenmark durchtrennt sind. Mit professioneller Betreuung können solche Patienten wieder ans Laufen gewöhnt werden. Voraussetzung: Regel-mäßiges Training und Wiederholung von Laufbewegungen, zunächst unter Entlastung des Körpergewichts (Lokomotionstraining).

Bei einem Kongress 1998 lernte Walburga Kemper die Arbeit mit schwerstbe-

hinderten Kindern kennen. „Es wurde versucht, sie wieder zum Laufen zu bringen. Das war eine Initialzündung für mich“, sagt sie.

Für schwerstbehinderte Menschen jeden Alters sowie neurologisch Erkrankte etwas tun – diesen Schwerpunkt nahm sie in ihr Praxisangebot auf. Dort ist die Arbeit

ohnehin vielfältig. Walburga Kemper zog 2001 in roll-stuhlgerechte Räume an der Badenstedter Straße 186. Dort kümmern sich insgesamt 14 Physiotherapeuten um die Belange ihrer Patienten. So wie H. Oettinger um Cedric. Der Junge kommt regelmäßig in die Praxis. Er

wurde mit einer Fehlstellung der Füße geboren, die Beinmuskulatur entwickelte sich nicht richtig. Fälle wie dieser werden unter anderem mit der Methode nach Bobath/

Vojta behandelt. Das Team hat auch Manuelle Therapie, Brügger Therapie PNF, Manuelle Lymphdrainage, Kran-kengymnastik am Gerät, Muskelaufbautraining sowie

Gruppenangebote für Senioren und Menschen mit Handicap zu bieten. Moderne Räume und ein gut ausgestatteter Gerätepark stehen bereit. Viele Geräte können auch auf die Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern umgerüstet werden. 

 

Neues für die Patienten

Starke Kompetenz im Bereich der Kinder- und Säuglingsbehandlung

1985 gründete die staatlich geprüfte Physiotherapeutin und Gymnastiklehrerin Walburga Kemper ihre Praxis. Für den Be-reich der Säuglings- und Kinderbehandlung stehen drei Therapeuten zur Verfügung.  Fortbildungen sind der Inhaberin wichtig, sie selbst qualifiziert sich derzeit im Bereich der Faszientherapie.

Hinzu kommt „Form und Balance“, das praxiseigene Zentrum für medizinisches Fitnesstraining.

Das Jubiläum feiert die Inhaberin auf besondere Weise: In ihrer Praxis betreut sie unter anderem ein schwerstbehindertes Kind, das auch an einer Delfin therapie teilnimmt. Diese aufwändige Therapie unterstützt Walburga Kemper mit einer Spende.

 

Text und Fotos aus: STADT-ANZEIGER  West vom 05. März 2015

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